PRO MASSIVHAUS® - Niedrigenergiehäuser
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Etwas mehr investieren spart nachhaltig Energie - und Geld
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| Der Begriff Niedrigenergiehaus ist im Grunde nicht
näher definiert. Allgemein beschreibt er die Häuser bzw. Gebäude, die
die gesetzlich geforderten energietechnischen Anforderungsniveaus
unterschreiten. |
Derzeit gilt das in der Energieeinsparverordnung (EnEV)
- zuletzt novelliert im Juli 2007 - formulierte Anforderungsniveau. Es
beschreibt in Abhängigkeit des Kompaktheitsgrades eines Gebäudes die
Begrenzung des spezifischen
Transmissionswärmeverlustes
und des Primärenergiebedarfs. |
| Gebäude, die diese Werte deutlich unterschreiten,
werden gemeinhin als Niedrigenergiehäuser bezeichnet. |
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| Im Zusammenhang mit Förderprogrammen der
Bundesländer oder der Förderbank der KfW gelten strengere Kriterien.
Diese können Sie auf
den entsprechenden Internetseiten direkt nachlesen. |
KfW-Niedrigenergiehäuser (KfW 60 und KfW
40)
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| Alles was besser ist, als der Gesetzgeber
vorschreibt, dient der Energieeinsparung und damit der Schonung der
Umwelt. |
| Da diesbezügliche Motivationen selten aus inneren
Überzeugungen herrühren, sondern in aller Regel über finanzielle
Anreize gesteuert werden, beschränken wir uns auf die
Niedrigenergiehäuser, die die KfW als Energiesparhäuser mit den
Programmen KfW 60 und KfW 40
finanziell fördert. |
Energieeinsparung, die sich rechnen lässt
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Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem
Kompaktheitsgrad (A/V-Verhältnis) von 0,8 (0,8m2 Fläche der
dämmenden Gebäudehülle zu 1m3 beheiztem Gebäudevolumen)
darf nach EnEV beispielsweise einen
Primärenergiebedarf
von maximal 121 kWh/(m2a) aufweisen. |
Je nach gewählter Heizungsanlage ergibt sich
hieraus ein Endenergiebedarf
in Litern Heizöl oder in Kubikmetern Gas. |
Über die rechnerisch erforderliche Menge an Energieträgern
lässt sich sehr schnell nachvollziehen, was Einsparungen für
finanzielle Ersparnisse zur Folge haben. |
| Als Grundlage einer überschläglichen Berechnung können folgende
Werte dienen, die einer Wärmemenge von 10 KWh entsprechen: |
- 1 Liter Heizöl,
- 1 m3 Erdgas oder
- 2 kg Pellets.
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Gebäudemerkmale, die ein Niedrigenergiehaus auszeichnen
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| Die wesentlichen Merkmale eines
Niedrigenergiehauses haben wir Ihnen hier aufgelistet. |
| Weiterführende Informationen finden Sie auf
unseren Seiten zum Passivhaus, einer besonderen Form des
Niedrigenergiehauses. |
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Gebäudeform
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Je größer die Oberfläche
der wärmgedämmten Gebäudehülle, desto mehr Wärme kann durch
Wände, Decken oder das Dach nach außen gelangen. Es gilt daher ein
optimales Verhältnis der Oberfläche zum zu dämmenden
Gebäudevolumen zu erreichen. Die bezeichnet den Kompaktheitsgrad
(A/V-Verhältnis). |
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Auch auf komplizierte
Gebäudeformen wie Vorsprünge, Einschübe oder spitze Winkel sollte
verzichtet werden, wenn dies der Entwurf hergibt, da diese sich
ebenfalls ungünstig auf die Energiebilanz auswirken. Im Übrigen
werden hierdurch nur zusätzliche geometrische Wärmebrücken
geschaffen. |
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Außenwände
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Eine der wichtigsten
Voraussetzungen für ein Niedrigenenergiehaus ist eine gute
Wärmedämmung, insbesondere der Außenwände. Die wichtigste Kennzahl
im Zusammenhang mit dem Wärmeschutz eines einzelnen Bauteils ist der U-Wert. |
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Ein guter U-Wert
für eine Außenwand liegt um 0,2W/(m2K) (Je
niedriger der U-Wert,
um so besser die Dämmeigenschaften). Da die Wärmeleitfähigkeit von
massiven Konstruktionen zu hoch ist, würden ungedämmte Außenwände
zu dick werden. Einschaliges Mauerwerk aus hoch dämmenden Steinen
(z.B. Porenbeton, auch Gasbeton genannt) müsste mindestens 57 cm dick
sein. Ähnliches gilt für Holzkonstruktionen. |
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Um eine angemessene
Wärmedämmung der Außenwände zu erzielen, ist das Aufbringen einer
Wärmedämmung erforderlich (Wärmedämmverbundsystem, kurz : WDVS). |
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Die Dicke des WDVS liegt
bei 15 bis 20 cm, je nach Haustyp und nach Qualität des Dämmstoffes. |
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Dächer
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Dächer sollten beim
Niedrigenergiehaus einen
U-Wert
von nicht mehr als 0,15 W/(m2K) aufweisen. |
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Dieser entspricht einer
Dämmstoffdicke von ca. 25 bis 30 cm. |
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Hieraus ergeben sich
Konsequenzen für den Aufbau des Dachstuhles. Da die Höhe der Sparren
in der Regel nicht ausreicht, wird die Dämmung, statt zwischen den
Sparren, als Aufsparrendämmung oberhalb der Sparren verlegt. Je nach
konstruktiven Erfordernissen und Möglichkeiten ist auch eine
Kombination aus Zwischen- und Untersparrendämmung möglich. |
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Fenster
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Fenster sollten einen U-Wert
von insgesamt höchstens 1,3 W/(m2K)
aufweisen. Dieser Wert wird bei Fenstern mit Zwei-Scheiben-
Isolierverglasung erreicht. Dabei können die Fensterrahmen aus Holz,
Aluminium oder Kunststoff bestehen. |
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Die Fuge zwischen
Fensterrahmen und Fensterlaibung (anschließender Wand) muss von innen
dauerhaft luftdicht von außen dauerhaft wind- und regendicht
verschlossen werden. "Bauschaum" ist hierfür gänzlich
ungeeignet. Hierfür gibt es beispielsweise vorkomprimierte
Dichtungsbänder. |
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Für die Planung eines
Niedrigenergiehauses ist auch die Orientierung der Fenster und eine
ausgewogenen Wahl der Fenstergrößen zwingend erforderlich. Damit
wird ein optimales Wechselverhältnis zwischen Wärmeverlusten
und solaren
Wärmegewinnen erreicht, und das
Aufheizen der Räume im Sommer wird begrenzt
( sommerlicher
Wärmeschutz). |
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Heizung und Lüftung
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In einem Niedrigenergiehaus
ist der Heizwärmebedarf
geringer als in konventionell errichteten Häusern. |
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Durch die hohe Dämmung
verkürzt sich die Heizperiode. |
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Bei hoch gedämmten
Niedrigenergiehäusern wird zur Aufrechterhaltung eines angenehmen
Wohnklimas und zur Gewährleistung des Funktionierens des Gesamtsystem
eine Lüftungsanlage
erforderlich. |
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Jetzt bieten sich
zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten aus Heizung und Lüftung,
beginnend beim Einsatz regenerativer
Energieträger für die Heizung, über
den Einsatz von Wärmerückgewinnungssystemen der Lüftung
bis hin zur Unterstützung der Heizung und Warmwasserbereitung durch
die Nutzung der Sonnenstrahlung
(Solarwärme und Photovoltaik). |
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Eine sinnvolle Abstimmung
der Komponenten hängt vom Einzelfall ab. |
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Das besondere Niedrigenergiehaus heißt Passivhaus
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| Die verbesserten energetischen Eigenschaften von
Niedrigenergiehäusern finden ihre konsequente Fortsetzung im Passivhaus. |
| Detaillierte Informationen
zum Passivhaus finden Sie hier. |